Schloßgeschichte 1

Die Ableitung des Namens „Boitzenburg“ ist sowohl slawisch als auch germanisch möglich. Slawisch lässt sich der Name wie folgt erklären: Boitzenburg hat das Wort „Boi“ zur Wurzel, was mit „Kampf, Sieg, Kampfstätte“ übersetzt werden kann. Und die letzte Silbe ~burg ist die verdeutschte Form des slawisch ähnlich klingenden „Borju“ – besiegen, überwinden. Leitet man ihn germanisch her, verdankt der Ort seinem Namen Gerhard Boyceneburch, der als erster Besitzer von hiesigen Flächen anzusehen ist. Er besaß 10 Hufen Land, die er 1271 dem Zisterzienserkloster Marienpforte schenkte.

Vielleicht haben wir im Zusammenhang mit der Bewidmung des Klosters den erwähnten „dominus Gerhadus de Bonceneburch“ als ersten Burgherren b.z.w. Burgvogten anzusehen.

 

Schloß Boitzenburg um 1842

Die Frage, ob die Insel, auf dem sich das Schloß befindet, zuerst slawische Kultstätte oder Befestigung war, bleibt offen. Wir können dazu heute nur noch vage Vermutungen anstellen. Der Zeitpunkt, wo wir anfangen können, uns auf niedergeschriebene Tatsachen zu stützen, liegt im frühen Mittelalter.

Somit beginnt unsere Zeitreise durch die Geschichte des Schlosses im Jahre 1276, denn hier wurde es zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Damals erhielten Dietrich von Kerkow, seine Söhne und Neffen unter Verzicht auf Burg und Stadt Schildberg im Kreis Goldin die Burg Boitzenburg („castrum Bonceneborch“) mit den 10 dabei liegenden Dörfern von den Markgrafen Johann II, Otto IV und Konrad.

In den nächsten Jahren wechselte die Burg dann zahlreiche Besitzer. Sie diente abwechselnd den Landvögten der Uckermark, unter denen sich auch dreimal die Ritter von Arnim befanden, bevor das Schloss endgültig in ihren Besitz überging. Es wird vermutet, dass die Familie von Arnim ursprünglich aus Arnheim ( Niederlande ) stammt und später nach Osten wanderte. So gibt es noch heute das Dorf bei Stendal. In einer Legende erzählt man sich jedoch, dass vor langer Zeit in Suckow ein Schäfer lebte, und der hieß Arndt. Eines Tages, als er am Uckersee seine Schafe hütete und ein paar weiße Strümpfe strickte, kam der Markgraf von Brandenburg angeritten. Er führte Krieg gegen die Pommern, hatte aber eine Niederlage erlitten und wollte sich nun durch die Flucht retten.

Nun wollte er auf die andere Seite des Uckersees und von dort den Pommern in die Flanke fallen. Doch wo sollte er hinüber gelangen? Schäfer Arndt ging mit ihm ans Seeufer und zeigte ihm eine seichte Stelle. Der Markgraf ritt mit seinen Soldaten hindurch. Bald darauf schlug er die Pommern. Bei seiner Rückkehr traf er an der selben Stelle wieder den Schäfer. Er wollte ihn belohnen und bot ihm Geld an. Der Schäfer lehnte ab, und der Markgraf sprach dreimal: „Arndt, nimm!“ Als der Mann bei seiner Ablehnung blieb, sagte der Markgraf, er wolle ihn anders belohnen, und er verlieh ihm somit den Namen „von Arnim“.

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